Schüsse auf PIRATEN-Büro

Beitrag erschienen auf der Bundes-Website.

 

In der Nacht zum 16. Juni 2015 wurde die Geschäftsstelle der Piratenpartei Dortmund von Unbekannten beschossen. Zwei Projektile durchschlugen die Fensterscheiben des Ladenlokals, das sich der Kreisverband Dortmund mit den Landtagsabgeordneten Birgit Rydlewski, Torsten Sommer und Hanns-Jörg Rohwedder teilt. Menschen wurden dabei zum Glück nicht verletzt.

Durch ein Bekennerschreiben, das beim Blog ‹Ruhrbarone› einging, kann der Anschlag wahrscheinlich der rechtsradikalen Szene zugeordnet werden, genauer gesagt der Kameradschaft «Nationaler Widerstand Dortmund», die 2012 verboten wurde. Das Personal dieser Gruppierung ist seitdem in anderen rechten Bewegungen und Parteien aktiv.

IMG_1347-624x351Die Stadt Dortmund ist seit vielen Jahren eine Hochburg der rechtsradikalen Szene im Westen der Republik. In den vergangenen Jahren kam es zu veschiedenen Angriffen aus dem Umfeld der rechten Szene auf Unbeteiligte oder politische Gegner. 

Der Anschlag auf das Parteibüro der Dortmunder PIRATEN stellt eine weitere Eskalationstufe dar. Das Bekennerschreiben, wenn es sich als authentisch erweist, rückt diesen Angriff nicht nur in einen Zusammenhang mit vorhergehenden Drohungen gegen Politiker und Journalisten, es bedroht Mitglieder unserer Partei mit dem Tod.

Stefan Körner, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland, kommentiert den Anschlag: «Unsere Solidarität gilt den Dortmunder Piraten, die sich nicht in ihrem Engagement gegen Rechts behindern lassen werden, ebensowenig wie wir alle. Als PIRATEN ist es für uns selbstverständlich, weiterhin gegen Nazis und andere menschenverachtende Ideologien mit politischen Mitteln vorzugehen. Einschüchtern lassen wir uns nicht; wir werden die Demokratie weiterhin gegen ihre Gegner verteidigen – und damit auch gegen braunes Gedankengut in all seinen Schattierungen.»


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